Jul 222014
 

Anlässlich der vielen christlichen Feiertage vor einigen Wochen hat sich „NRW genießt!“ an die größten Religionsgemeinschaften in NRW, die römisch-katholische und die evangelische Kirche, gewandt. Wir haben die Bischöfe nicht nur nach Ihrer Position zum verschärften Rauchverbot in unserem Bundesland gefragt, sondern auch darauf hingewiesen, dass Kerzen (und bei den Katholiken zusätzlich Weihrauch) eigentlich genauso wie der Umgebungsrauch z.B. in Gaststätten auf der Abschussliste stehen müssten, wenn die Tabakbekämpfer ihre Warnungen vor Feinstaub und Polyaromaten (PAK) ernst meinen würden.

In einer Antwort seitens des Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), protestieren die Protestanten nicht gegen derartige Entwicklungen. Diplomatisch formuliert weist man auf verschiedene Werte hin und bekennt sich zu Gesetzen, „wo der Appell an ein vernünftiges gemeinverträgliches Sozialverhalten sich als unzureichend erweist“. Ob man dort das Betreiben eines Vereinslokals oder das Rauchen in geselliger Runde sozialunverträglich findet?

Wie auch immer, so manche Rote und Grüne sind ja in dieser Kirche engagiert, und der Gesundheitswahn wäre nicht die erste Zeitgeistmode, der man in diesen Kreisen gefolgt ist. Weniger eine Rolle dürfte spielen, dass in der EKiR Lutheraner mit Reformierten uniert sind, schließlich war ja auch der jahrzehntelange NRW-Landesvater Johannes Rau als deutscher Calvinist und Biertrinker, Raucher, Kartenspieler alles andere als ein Puritaner.
Beim bibelfesten ‚Bruder Johannes‘ denken wir Landeskinder freilich an das Motto „Versöhnen statt Spalten“. Da war er ganz anders als seine derzeitige Nachfolgerin auf dem Düsseldorfer Thron, Hannelore Kraft. Seine letzte Ruhe fand Rau übrigens nicht im heimischen NRW, sondern in Berlin, wo kein totales Rauchverbot etwa für die Gastronomie gilt.

Auch die in diesem unseren Bundesland größte Religionsgemeinschaft, die römisch-katholische Kirche, hat uns geantwortet. Im Scheiben ihres Landesbüros für alle Diözesen heißt es, „dass es den Herren (Erz-)Bischöfen immer ein Anliegen war und ist, gesellschaftspolitische Regelungen zu finden, die dazu geeignet sind, berechtigte Eigeninteressen und die Belange des Gemeinwohls in eine gerechte Balance zu bringen“.

Das klingt schon anders. Am Katholizismus hat es also nicht gelegen, dass bei der NRW-Rauchverbotsnovellierung der rot-grünen Mehrheit im vergangenen Jahr kein gerechter Interessenausgleich stattgefunden hat. So wurden die ideologischen und wirtschaftlichen Eigeninteressen der Tabakbekämpfer nicht an einem dem Gemeinwohl dienenden Interesse am toleranten und selbstbestimmten Zusammenleben Rauchender, Dampfender und Nichtrauchender gemessen.

Nov 032013
 

Lichterwochen in den Städten, Kerzen in und an den Fenstern –  ein warmes, heimeliges Gefühl erfasst langsam unsere Herzen – und ein Zeichen, dass die kalte Jahreszeit nicht mehr aufzuhalten ist. Es bedeutet aber auch, dass die besinnliche Vorweihnachtszeit an die Tür klopft, in der wir uns zu gemütlichen Stunden zusammenkuscheln und die Wärme von innen genießen, die von der warmen Atmosphäre dieser Zeit  ausgestrahlt wird. Bei einem heißen Kakao, einem Glühwein oder einfach in eine Decke eingekuschelt die Wärme  und Nähe des Anderen spüren. Eine Zeit der Besinnlichkeit, Nähe und Friedlichkeit.

Wie heißt es in einem sehr schönen Lied: „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud“.

So sollte es sein. Aber für viele Menschen wird dies Zeit gar nicht mit großer Freud beschienen sein. Sie müssen draußen in der Kälte stehen, rausgerissen, primitivster Grundrechte dieser Zeit beraubt…

Jede harmonische Feier in den nächsten Woche wird getrübt sein von Unterbrechungen, von Störungen – oder Unbefindlichkeiten und Entbehrungen. Raucher müssen raus, nichtrauchende Freunde begleiten sie manchmal, raus in die Ungemütlichkeit der kalten Jahreszeit.

Schöne, warme Aussichten.

Jetzt kommt die Zeit, von der viele Wirte am Anfang des neuen Jahres – der „saure-Gurken-Zeit“ in der Gastronomie leben müssen. Viele Wirte lassen sich gerade jetzt in der kalten Jahreszeit einiges einfallen, um es ihren Gästen auch draußen vor der Tür etwas wärmer und wohliger zu gestalten. Ausgestattet mit Decken, Heizpilzen, Heizstrahlern und beheizten Bänken soll  der Raucher auch draußen vor der Tür – wohin er wie ein reudiger Hund von der grünen Politik mit Unterstützung der NRWSPD verbannt wurde – nicht frieren. Hier soll er mit den Nichtrauchern, die keine Lust hatten allein drinnen zu bleiben, seine Kommunikation in warmen Gefilden fortführen zu können. Der Wirt wird auch mit nach draußen geht, weil er sonst alleine bleiben muss, bei der eigentlich besinnlichen und gemeinsamen Feier. Das Personal, was frierend draußen Glühwein serviert, wird sich die Hände an den Gläsern wärmen bevor sie diese den Gästen hinstellen – und arbeiten, in dicken Mänteln und mit Handschuhen.

Aber ist es das, was Raucher, Nichtraucher, Dampfer und Shisha-Nutzer, die Wirte und deren Angestellte wollen? Die Weihnachtsfeier vor der Tür? Die Sparkastenleerungen – die noch vor den Weihnachtsfeiern nahezu überall anstehen – sollen die mehr oder weniger im Freien stattfinden? Karnevalssitzungen, die ab dem 11.11. beginnen, zwischen zugigen Türen?

Wo bleibt da unsere friedliche und besinnliche Zeit, die wir ohne Groll und Gram zusammen genießen und die Hast des Tages vergessen wollen?

Ist es das was sie wollen?

Von allen Seiten…

Sep 132013
 

Wohin jetzt das Kreuzchen setzen?

Vielen Menschen in Nordrhein-Westfalen ist es wichtig, Tabakwaren in geselliger Runde zum Kaffee, Bier oder Wein zu genießen. Unsere Gastronomie konnte diese Oasen der Gemütlichkeit – trotz bestehender Rauchverbote – immer noch in einem ausreichenden Umfang den Gästen zur Verfügung stellen, um eine gesellige Kommunikation in einem angemessenen Rahmen zu ermöglichen. Dies ist seit dem 1. Mai 2013 in der gesamten Gastronomie nicht mehr möglich, weil dort das Rauchen vom Gesetz her verboten ist.

Die Bevormundung nahm ihren Lauf, nicht nur hier in NRW.

Sie schritt zügig voran und die zu wählenden Parteien hielten sich nicht zurück, unser Leben durch immer mehr Regeln und Vorschriften zu bereichern,

auch in der gesamten Bundesrepublik.

Am 22. September wird der Bundestag wieder neu gewählt.

Und die Wahl wird nicht leicht, wurde doch in der letzten Regierungsperiode vieles weg und hinzu regiert, geregelt und bestimmt, was dem Wähler nicht schmeckt und er sich oft übergangen gefühlt hat.

Unsere Gelder werden einfach verhökert, Überwachung total wird ausgeheckt, fleischfreier Tag soll eingeführt werden und totale Rauchverbote werden unterstützt.

Verbote, Regeln und Vorschriften sind an der Regierung Tagesordnung. Die Bevormundung reißt nicht ab.

Da wird es schwer, sich für eine Konstellation zu entscheiden, die dem Wähler noch Platz für die Freiheit und Selbstbestimmung übrig lässt. – nicht einmal in der Wahlkabine.

Welche Partei lässt einen freien und selbst bestimmten Bürger noch zu?

grüneDie Grünen – Verbots- und Nannyparteien – wollen das Ruder in einer Koalition in ihre Hände nehmen. Freie Fahrt – für noch mehr Verbote, Vorschriften und Gängelei, dieses Mal bundesweit. Volkserzieher mit einer intoleranten Politik wollen – man sieht es an den totalen Rauchverboten in NRW – den Menschen Fußfesseln anlegen, um sie vollends zu beherrschen, ihnen einen Lebensstil aufzuzwingen. Das war erst der Anfang.

SPDSPD hat eine Idee von Deutschlands Zukunft. Ein Land, in dem das „Wir“ entscheidet und nicht nur Gier und Eigennutz.   Was immer auch damit gemeint ist.

„WIR entscheiden für unser Land“

Eine gerechte, solidarische und freie Gesellschaft liegt der SPD am Herzen. Ihre Wahlkampfparole ist: „Wir sind alle“ – im Würgegriff der kleinen grünen Schwester?

CDUCDU hat den Karren vor die Wand gesetzt, die Gelder sind futsch und wir müssen zahlen. Einfach über den Kopf hinweg entschieden.Sieht so die Demokratie aus, die wir gewählt haben? Ist es das, was wir wollten? Können da noch Vertrauen und Zuverlässigkeit regieren? Den Rauchverboten gegenüber ist keine Kommentierung seitens der Bundes-CDU bekannt. Sind sie auch so liberal, wie in NRW…vor der Landtagswahl? Einhalt der EU in Bezug der TPD2 wurde nicht unternommen. Elterngeld entzieht vielen Kindern die wichtigen frühkindlichen sozialen Beziehungen. Den Bürger bis auf die Unterwäsche überwachen und noch viel weiter. Da bleibt doch das Privatleben auf der Strecke. Wird hier nach dem Prinzip – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – vorgegangen?

FDPFDP ist dafür, das erwachsene Menschen selbst über ihr Leben entscheiden dürfen und nicht vorgeschrieben wird, wo er z.B. rauchen darf, oder ihm in naher Zukunft an der Supermarktkasse das dritte Stück Fleisch weggenommen wird, weil der Gemüseanteil in seinem Einkaufswagen zu gering ist.

LinkeDie Linke versucht diesem allen entgegen zu treten, verurteilt den Verbotsstaat und kritisiert aufs heftigste die Machtübernahme der Finanzen des Bürgers.

„Demokratischer Sozialismus“ ist die Idee ihr Leitbildes, die den Kapitalismus in einem transformatorischen Prozess überwinden soll. Schlüsselbereiche sollen in Gemeineigentum überführt werden, Finanzmärkte stärker kontrolliert werden, Betriebsräte größere Mitbestimmungsrechte erhalten. Geht das nicht in die Richtung der guten alten DDR? Unterstützend aber haben sie sich gegen die totalen Rauchverbote und für die Dampfer eingesetzt.

PIRATENDie Piraten habe eine gute Idee – Jeder kann mitmachen, jeder darf mitreden. Somit reden alle mit, auch wenn vieles zerredet wird. Sie setzen sich sehr intensiv in der Drogenpolitik ein, unterstützen den Aufstand der Nichtraucher, Dampfer und Raucher und sind gegen die Bevormundung der Bürger. Diese Partei ist noch wild und jung, verdient aber eine Chance, ihren Platz im Bundestag zu finden. Piraten sind wild, aber sie haben ihre eigene Disziplin, die sie zusammen und aufrecht hält. Wie sie in unser altes gewohntes Parteibild passen, wird sich zeigen. Nur Anpassung, wie die Grünen es gemacht haben, sollten sie vermeiden. Sie müssen ihrer Linie treu bleiben, aber etwas zivilisierter. Nur so könnte diese Partei einen glaubwürdigen, neuen Weg beschreiten die  unsere veraltete Politik aufmischt.

Alternative für DeutschlandAlternative für Deutschland will die DM zurück. Wunschtraum oder realisierbar?

Unsere Gelder sollen besser in unsere kaputten Straßen fließen, EU soll schlanker und weniger bürokratisch werden, die zusätzliche Aufnahme von Schulden muss beendet werden, damit unsere Kinder nicht darunter leiden, alle Einwanderer sollen die gleichen Chancen bekommen und die Förderung von Wind- und Solarstrom familienfreundlich aus den Steuereinnahmen bezahlt werden. Einer ihrer Kandidaten für den Bundestag ist kein geringerer, als der Vorsitzende des Vereins „Pro Rauchfrei e.V.“, aber die Partei selbst sei gegen die Rauchverbote…, sagen sie jedenfalls.

Wohin jetzt das Kreuzchen setzen?

Wo fängt Vertrauen an, wo hört es auf. Kommt überhaupt eine Partei in Frage, die hier empfohlen werden könnte? Welche vertritt unsere Interessen und Wünsche? Welcher kann man guten Gewissens seine Stimme geben, ohne nach der Wahl enttäuscht zu werden? Hinter jeder der Parteien steht ein großes Fragezeichen.

CDU hat unsere Existenzen aufs Spiel gesetzt und findet es gut so.

FDP ist für die Freiheit und Selbstbestimmung und gibt Rückendeckung – auch für Raucher.

Grüne sind unberechenbar und wollen am liebsten das Rauchen an der frischen Luft verbieten.

SPD ist im Würgegriff der Grünen und macht sich abhängig von dieser Partei.

AfD will alles wieder gut machen, steht gegen die Rauchverbote… – mit einem Antiraucher im Bundestag?.

Piraten sind noch nicht genug gefestigt, haben aber gute, brauchbare Ansätzen und Ideen.

LINKE kritisieren den Verbotsstaat, streben aber stärkere Kontrollen in vielen Bereichen und Überführung von Gemeineigentum an.

Die Entscheidung wird uns wirklich nicht leicht gemacht. Wohin soll die Richtung zielen?

„Zur Freiheit und Selbstbestimmung.

Gegen Bevormundung und Rauchverbote“.

Jul 012013
 

Wir veranstalten diese Mahnwache anlässlich des »Tages der offenen Tür« der nordrhein-westfälischen Landtages. Sie und alle Besucher des Landtages sind herzlich eingeladen, sich an unserem Stand über unsere Forderungen und die des Volksbegehrens zu informieren.
In stündlichem Wechsel werden interessierte Bürger, Prominente und Politiker verschiedener Parteien sich in die Mahnwache einreihen und sie unterstützen. Im Anschluss daran stehen sie auch für Ihre Fragen bereit.
Eine Liste der Beteiligten wird kurz vor dem Wochenende hier auf der Webseite veröffentlicht. Es sind noch einzelne Zeiten frei. Interessenten können sich noch Anzeige verborgen; JavaScript erforderlich. anmelden.

Mahnwache vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf

Jun 262013
 

Offener Brief einer Medizinerin aus Düsseldorf-Flingern an Martin-Sebastian Abel (MdL NRW)

Wieder erreicht uns ein Offener Brief mit der Bitte um Veröffentlichung. Die Rede Herrn Abels finden Sie hier ab Minute 26:48.

Offener Brief

An Martin-Sebastian Abel Abgeordneter der Grünen im Landtag NRW

von Dr. med. Monika Müller-Klar aus Düsseldorf-Flingern 25. Juni 2013

Sehr geehrter Herr Abel,

ich habe mir die Debatte am 21.6. über den sogenannten Nichtraucherschutz tatsächlich angetan. Es ist mehr als peinlich, dass ausgerechnet Sie als Grüner zunächst auf die sogenannten Auswüchse in dieser Demonstration eingehen, deutlich mit dem Ziel diese zu verunglimpen. Sie sind noch jung, aber doch sicher vertraut mit der Rolle der Grünen (damals, als sie noch eine Protestpartei war oder doch zumindest so tat!). Auf wie vielen Demonstrationen waren die Grünen anwesend, bei denen auch einzelne Menschen jegliche Art von Auswüchsen gezeigt haben, wie Vermum­mung, Provokationen, Steine werfen (sogar Ihr ehemaliger Vorsitzender Joschka Fischer), von denen die Grünen sich jeweils distanziert haben und meinten, dass das Ziel der Demonstration dadurch nicht in Zweifel zu ziehen sei und es innerhalb einer solchen Protestkundgebung nicht möglich sei, Jede und Jeden unter Kontrolle zu halten. Unsere Bewegung bemüht sich intensiv die Rechten herauszuhalten. Dies ist den Grünen in ihrer Parteigeschichte häufig nicht gelungen. Viel­leicht lesen sie da einfach mal in Ihrer eigenen Parteigeschichte nach? Es ist unredlich, die Ziele dieser Demonstration mit der Entgleisung Einzelner zu verunglimpfen. Aber vielleicht zeigt das nur Ihre mangelnde Argumentationmöglichkeit oder Ihre Hilflosigkeit. Oder vielleicht lügen Sie ein­fach?

Sie erklären weiter, dass das Rauchen und auch das Passivrauchen das höchste vermeidbare Ge­sundheitsrisiko sei. Nun sollten Sie zunächst einmal zwischen dem Aktiv- und dem Passivrauchen unterscheiden. Zunächst zum Rauchen: Dies ist sicherlich nicht gesund, aber mitnichten das höchste vermeidbare Gesundheitsrisiko, wie Sie sehr wohl wissen sollten. Die Hauptkrankheits- und Sterbeursache in Deutschland sind die HerzKreislauf-Erkrankungen. Die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes. Die häu­figsten Krankschreibungen sind auf Probleme des Skelettsystems zurückzuführen. Danach kommt in der Statistik die Zunahme an Krebserkrankungen. Hier stehen aber an erster Stelle Mamma- und Prostata und Darm-Ca. An 4. Stelle in der Krebsstatistik steht das Lungen-Ca, welches in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, obwohl im gleichen Zeitraum immer weniger Menschen rauchen. Erwähnt sei auch noch, dass laut einer Studie der Krankenkassen Kellner und Kellnerinnen sogar sehr viel seltener an Lungenkrebs erkranken, als z.B. Köche. Seltsam, oder? Soll da vielleicht von der zunehmenden Verschmutzung unserer Atemluft abgelenkt werden? Diese Zahlen können sie alle einfach nachlesen. Haben Sie das versäumt? Oder lügen Sie einfach?

Dazu ist es geradzu lachhaft, dass eine Partei, die dafür mitverantwortlich ist, dass Atom- und Kohlekraftwerke weiter am Netz sind, der Schadstoffausstoss von Kfz in Relation zur Größe des Autos berechnet werden (wobei heute die SUVs die Straße bevölkern), wo in der Nahrung Farbstoffe, Kon­servierungsstoffe, sogenannte naturidentische Aromastoffe erlaubt sind, wo in der Nah­rungs­mittelindustrie die Anwendung von Antibiotika und Anabolika gang und gebe ist, wo die Anwen­dung von Pestiziden und Injektiziden beim Anbau von Obst und Gemüse erlaubt sind, wo dieselben noch ca. 15 % der ursprünglichen Vitamine enthalten. Für all dies stehen auch die Grünen, die nun den Raucher und die Raucherin als die Feinde schlechthin ausgemacht haben. Wir haben eine Zu­nah­me an Lungen- und Bronchialerkrankungen? Stimmt! Seltsam, wo doch in den 30/­40/­50/­60/­70er Jahren viel mehr Menschen geraucht haben. Wo kommen die denn her? Vielleicht durch die Umweltverschmutzung, die Zunahme der Feinstäube und des CO2-Ausstosses? Für die auch Sie Verantwortung tragen? Entweder Sie haben die entsprechenden Studien nicht gelesen (was in Ihrer Funktion bedauerlich wäre!). Oder Sie lügen einfach?

Nun zum Passivrauchen: Auch Sie sprechen von den immer wieder erwähnten 3.300 Toten/Jahr durch Passivrauch. Das haben Sie wohl irgendwo abgelesen. Wie bitte wollen Sie dies verifizieren? Es gibt nicht eine einzige Studie hierüber, die Bestand hat! Wie denn auch! Sie müssten ja Men­schen in einen völlig schadstofffreien Raum sprerren, sie absolut schadstofffrei ernähren (wobei Sie immer noch nicht die genetische Disposition ausschalten könnten!) und sie dann mit Zigaret­tenrauch bedampfen, um eine solche Studie durchführen zu können. Nicht nur dies ist unmöglich, auch wenn z.B. die von der Pharmaindustrie gesponserte Deutsche Krebsgesellschaft das uner­müd­lich wiederholt, sind doch diese Studien nicht haltbar. Es werden genau 3.241 angebliche Todesfälle durch Passivrauchen genannt. Hiervon sind 1.094 über 85, 1014 zwischen 75 und 84, 706 zwischen 65 – 74 Jahre alt! Anders ausgedrückt, weil es so schön ist: Auf 100 00 Einwohner liegen die Todesfälle, die angeblich durch Passivrauchen ausgelöst sind, mit 86,74 % bei der weib­lichen Bevölkerung über 85 Jahren, 23,20 % sind es im Alter zwischen 75 und 84 Jahren. Meinen Sie nicht, die wären in diesem Alter unter Umständen sowieso gestorben? Auch die unermüdliche Aufzählung der Giftstoffe, die durch das Verbrennen einer Zigarette frei werden, einschließlich der Stoffe, die im Verdacht sehen krebserregend zu sein, führt hier nicht weiter. Durch die Verbren­nung einer Zigarette entstehen 4800 Substanzen. Bei über 70 dieser Substanzen ist nachgewiesen, dass sie krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen (was nun? Krebserregend und im Verdacht stehend?). Haben Sie einmal nachgelesen, wieviel Verbrennungsstoffe frei gesetzt werden durch HolzKohle-Öfen, brennende Kerzen, Braten, Grillen, Anzünden eines Kamins oder Autoabgase? Aber vielleicht wollen Sie das ja demnächst auch alles verbieten? Wieviel Giftstoffe ein Bürger oder eine Bürgerin z.B. auf der Corneliusstraße in Düsseldorf einatmet? Wieviel Gift­stoffe z.B. durch die Weichmacher in Plastik auf den Menschen übergehen? Haben Sie das nicht gelesen? Oder lügen Sie einfach?

Wie bereits erwähnt, ist es auch eindeutig widerlegt, dass Kellner und Kellnerinnen stärker unter Lungen- und Bronchialerkrankungen leiden oder daran sterben. Hier sind Köche und Bäcker, aber auch Maler, Lackierer, Chemiefacharbeiter und Bergleute deutlich stärker betroffen. Aber nicht nur das, diese Kellner und Kellnerinnen, die Studenten und Studentinnen, die kleinen Selbständigen, die sie aufzählen, werden demnächst gar keinen Job mehr haben bzw. ihre kleine Existenz aufge­ben und Hartz IV beziehen dürfen. Eine wirklich gute Alternative. Haben Sie das alles ebenfalls nicht gelesen oder bedacht? Haben Sie die Studien gelesen, wie rein die Luft durch Abzugsanlagen sein kann? Oder lügen Sie einfach?

Es ist auch unrichtig, dass durch ein Rauchverbot weniger Menschen rauchen, z.B. in Norwegen ist die Anzahl gleich geblieben, in Irland sogar angestiegen.

Und wenn es noch so oft wiederholt wird, es es ebenfalls unrichtig, dass dies keine negativen Aus­wirkungen auf die Gasronomie gehabt hätte. Sowohl in England wie auch in Irland und Schottland mussten in den ersten vier Jahren nach dem Rauchverbot ca. 25 % der Pubs schießen, alleine im Großraum Paris wurden über 2000 Bistros aufgegeben, auf den Kanarischen Inseln 354 Lokale geschlossen, in Madrid sogar 700. In Belgien sind seit Einführung des Rauchverbotes am 1.7.2011 bisher bereits 2000 Lokale pleite gegangen. Haben Sie sich da nicht richtig informiert? Oder lügen Sie einfach?

Dagegen steht das „kleine“ Problem für eine Zigarette vor die Tür zu gehen. Sie denken vielleicht an Menschen, die alle vier Stunden mal eine Zigarette rauchen. Was ist mit denen, die vier Ziga­retten in einer Stunde rauchen? Die stehen ununterbrochen vor der Tür. Die Rauchersterblichkeit nimmt nun nicht aufgrund des Rauchens zu, sondern durch die Lungenentzündung, die sie sich bei dem hiesigen Wetter vor der Tür holen. Haben Sie bedacht, dass Menschen, die seit Jahren in die Kneipe gehen, um dort Fußball zu schauen, Skat zu spielen oder ihre sozialen Kontakte zu pflegen, bei dem hiesigen Wetter nicht ununterbrochen vor der Tür stehen können und wollen? Gerade dann fällt ein Tor, der Skat braucht drei Spieler, das Gespräch wird unterbrochen. Und nicht zu vergessen, die nachbarlichen Anwohner und Anwohnerinnen, die dieses „draußen Stehen“ als Belästigung empfinden und das Ordnungsamt rufen. Davon haben Sie noch nichts gehört? Oder lügen Sie einfach?

Es ist unerträglich, dass immer wieder herangeführt wird, dass in Bayern nach Einführung des so­genannten Nichtraucherschutzgesetzes angeblich die Umsätze gestiegen sein sollen. Haben Sie denn nicht zur Kenntnis genommen, dass kurz vor Einführung dieses Gesetzes die Meldepflicht in der Gastronomie nur noch für Einkommen über € 150.000,– geregelt wurde? Betroffen sind von dieser Regelung aber vorwiegend die gestronomischen Betriebe, die von einem solchen Einkom­men nur träumen können. Wußten Sie das nicht? Haben Sie ebenfalls noch nicht bemerkt, dass die Kultur der sogenannten Eckkneipen besonders im Rheinland und im Ruhrgebiet ausgeprägt ist, viel mehr als in allen anderen Bundesländern? Oder lügen Sie einfach?

Sie wohnen in Düsseldorf-Flingern wie auch ich. Sie behaupten, Sie könnten dort keine negativen Auswirkungen bei den Kneipen feststellen. Ich behaupte, Sie sind noch nie in einer Kneipe in Düsseldorf-Flingern gewesen! Sie waren noch nie im Cranach-Eck, im Birken-Eck, im Linden-Eck, im Fortuna-Eck, im Musik-Cafe, im Art-Cafe, im Golden Fass oder ähnlichen Kneipen. Sonst würden Sie solche unverschämten Behauptungen nicht aufstellen. Gehen Sie dorthin und sprechen Sie mit den Wirten und Wirtinnen! Sie haben auch nicht gelesen, obwohl es in jeder Zeitung stand, dass die „Waschbütt“ bereits wegen des Rauchverbots aufgegeben hat. Die Deger-Stuben, die ebenfalls bereits schließen mussten, haben Sie wohl noch nie zur Kenntnis genommen. Das ist sicher unter Ihrem Niveau. In diesen und ähnlichen Kneipen haben sich Menschen getroffen, um gemeinsam Fußball zu gucken, hier hatten sie ihre soziale Heimat, ihren Sparverein, ihre Freunde. Und gehen Sie einmal herum und befragen die Leute: 85 – 90 % der Gäste haben hier geraucht! Hier stehen Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel, aber auch die soziale Heimat vieler Menschen. Dies alles wissen Sie nicht? Oder lügen Sie einfach?

Die Grünen sind einmal vor vielen Jahren angetreten als Protestpartei, als Partei für Demokratie und Freiheit, als Gegenpol zum Establishment, nun ist sie eine angepasste Partei, die jeden Schmutz mitträgt, aber darüber hinaus als Verbotspartei, als Partei die die Freiheit und Selbst­bestimmung der Menschen, wo immer nur möglich, einschränken will. Was kommt als Nächstes? Verbot, die Achselhaare zu rasieren, Alkohol zu trinken, Auto zu fahren, überhaupt in Kneipen zu gehen? Ihnen wird schon was einfallen. Fakt ist, für keinen freiheitsliebenden, demokratisch denkenden Menschen ist diese Parei wählbar. Ich hoffe sehr, Sie bekommen bei den nächsten Wahlen die Quittung auch dafür.

Und Sie sollten besser beim Tierschutz bleiben. Vielleicht sind Sie da besser.

Dr. med. Monika Müller-Klar

Mai 252013
 

Rauchverbotspolitiker aussperren!

Netzwerk Rauchen unterstützt Hausverbot.

Netzwerk Rauchen e.V. kritisiert das Vorgehen des Ordnungsamtes gegen einen Alsdorfer Gastwirt (Städteregion Aachen), der Landtagsabgeordneten von Grünen und SPD wegen des totalen Rauchverbots in Nordrhein-Westfalen ein Lokalverbot auferlegt hatte. Dem Wirt waren laut Medienbericht eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Antidiskriminierungsgesetz und sogar der Konzessionsentzug angedroht worden.

Ein solches Hausverbot ist nach Auffassung des Netzwerks rechtens. „Wenn die Buchung eines NPD-Politikers von einem Wellness-Hotel verweigert werden darf, dann muss eine solche Aktion erst recht erlaubt sein“, so Christoph Lövenich von „NRW genießt!“, „schließlich sind die Verbotspolitiker aus dem Landtag schuld daran, dass der Wirt seine Gaststätte nicht mehr nach eigenem Gusto führen kann und Einbußen hinnehmen muss.“ Es dürfe nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, nur weil Grüne und Rote zu den etablierten Parteien zählen. Es sei vielmehr skandalös, so Lövenich, „dass Ordnungsmitarbeiter durch Drohungen und Einschüchterungen an die Adresse des Wirtes politischen Protest zum Schweigen bringen wollen.“ Netzwerk Rauchen fordert alle Gastwirte auf, Verbotspolitikern Lokalverbot zu erteilen – schon zu deren eigener Sicherheit – und vor allem ihre Räume nicht Parteien zur Verfügung zu stellen, die die Gastronomie gängeln. Im Rahmen des Aktionsbündnisses „NRW-genießt“ sind Wirte aufgefordert, sich auf der Website http://NRWgenießt.de/Wirte-fuer-Gaeste anzumelden, um Schäden und Nachteile zu berichten, die sie durch das absolute Rauchverbot erfahren haben.

Pressemitteilung hier zum Herrunterladen

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