Okt 092014
 

Unser geplantes Volksbegehren „Nichtrauchen – Rauchen – Wahlfreiheit (NRW)“ findet leider nicht statt. Die bestehende Sponsoring- und Spendenbereitschaft ist nicht ausreichend, um ein Projekt dieses Umfangs erfolgversprechend durchführen zu können.

Wir bedauern, dass es nach eineinhalb Jahren der Vorbereitung, der erfolgreichen Sammlung und Bestätigung der erforderlichen Unterstützungsunterschriften durch die entsprechenden Wahlämter, des unermüdlichen Werbens und der eifrigen Bemühungen letztlich nicht möglich ist, das Volksbegehren durchzuführen. Ein Einreichen ohne solide materielle Basis wäre nicht zu verantworten.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern für ihre Mitwirkung, insbesondere den vielen Tausend Antragsunterzeichnern, die uns mit ihrer Unterschrift das Mandat erteilt hatten. Wir danken den vielen hundert Lokalpaten, unseren Spendern, diversen Kooperationspartnern und unzähligen Einzelpersonen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Gleichzeitig versprechen wir, die weitere Entwicklung nicht dem politischen Selbstlauf zu überlassen. Das Aktionsbündnis „NRW genießt!“ und seine Mitgliedsorganisationen haben sich, z.T. seit vielen Jahren, auf unterschiedliche Weise gegen bevormundende gesetzliche Rauchverbote – auch in NRW – eingesetzt und werden dies auch weiter tun.

Informationen zur Rückzahlung der Spenden finden Sie »hier«.

Näheres zur Absage des Volksbegehrens erläutert dessen Vertrauensperson Christoph Lövenich:
„Verschiedene Zusagen für Großspenden einzelner Bürger, Verbände und Unternehmen waren ihrerseits an eine ausreichende Gesamtfinanzierung gekoppelt, die wir nun nicht mehr sicherstellen können.
Nicht nur betroffene Wirtschaftszweige lassen die vom absoluten Rauchverbot in der Gastronomie, im Vereinsleben und anderswo betroffenen Bürger und Unternehmen im Stich. Auch jene Parteien, deren bewährte Gesetzesfassung wir wiederherstellen wollten, FDP und CDU, lassen sie im Regen stehen. Ohne hinreichende Unterstützung durch potente Vertretungen organisierter Interessen und politisch einflussreiche Kräfte ist ein Volksbegehren in Nordrhein-Westfalen nicht zu stemmen. Die aktuelle Gesetzeslage zu Volksinitiativen und Volksbegehren in NRW ermöglicht wegen ihrer hohen Hürden keinerlei erfolgversprechende basisdemokratische Initiativen ‚von unten‘. Das ist deshalb besonders bedenklich, da in der Bevölkerung die Ablehnung dieses Bevormundungsgesetzes weiterhin mehrheitlich spürbar ist.“

Detlef Petereit, Koordinator des Volksbegehrens, ergänzt:
„Besonders beunruhigt mich die Beobachtung, dass sich nicht nur Parteien, sondern auch einem politischen Druck nachgebende Verbände und Vereine gegen satzungsgemäße Aufgaben sowie die Interessen eigener Mitglieder stellen und somit eine beängstigende Entwicklung forcieren, die nicht ohne Folgen bleiben wird. Anfänge sind im Kneipensterben und Arbeitsplatzabbau in Getränkeproduktion und -großhandel längst im Gange – gesellschaftlicher Schaden und Ende offen. Den Preis dafür zahlen wir alle, in den Geschichtsbüchern werden lediglich die Schuld und Namen der Verantwortlichen zu finden sein.“

Adelheid Rippe, stellvertretende Vertrauensperson des Volksbegehrens, beklagt zudem „widrige Machenschaften seitens in den letzten Jahren sich auch in Deutschland zunehmend etablierender Front Groups der einschlägigen Industrie, die sich unter anderem in extern gesteuerten Profilierungsversuchen unerfahrener Aktivisten zeigten. Deren Anfeindungen haben sich auf die Entwicklung des Volksbegehrens negativ ausgewirkt.
Erst nach Schaffung der formalen Voraussetzungen zur Durchführung des Volksbegehrens (Unterstützungs- unterschriften) versuchten aufstrebende Aktivisten mit Hilfe von außerhalb NRWs das Volksbegehren an sich zu reißen, um schließlich ein alternierendes Volksbegehren anzustreben, was zu Irritationen und einer Verunsicherung von potentiellen Sponsoren und Mitstreitern führte.“

Zu den genannten obstruktiven Machenschaften hatten wir uns im Sommer bereits geäußert, siehe „Aktuelles Statement“ und „Komitee und BFT – Was ist los in NRW?“. Die Vertrauensperson des Volksbegehrens hat im September in einem Interview aus ihrer Sicht weitere Punkte ergänzt.
Jetzt hat das Vorstandsmitglied von BFT e.V sowie vom Komitee zur Wahrung der Bürgerrechte e.V., Monika Müller-Klar, eine erneute Schimpfkanonade gegen uns losgelassen. Dass der von ihr unterstützte Plan – „die Initiative ging von einem Konzernverband aus“ – ein anderes Volksbegehren als das unsere voranzutreiben, nach ihrer eigenen Aussage gescheitert ist, will sie dem Aktionsbündnis »NRW genießt!« anlasten. Wenn andere Leute ein konzerngesteuertes Volksbegehren statt unserer von unten aufgebauten, zivilgesellschaftlichen Initiative wollen, sind sie im Fall des Scheiterns auch selbst dafür verantwortlich, nicht wir.

Wir hatten uns schon kritisch über „Front Groups“ bzw. „Front Organizations“ geäußert, also Vereinigungen, die als Bürgerinitiativen auftreten, aber hinter deren Fassade sich tatsächlich jedoch nur Marionetten mächtiger Interessen verbergen. Von diesen distanzieren wir uns ausdrücklich. Und die haltlosen Unterstellungen („lügen“) und persönlichen Angriffe („Eitelkeit“) – auch in Müller-Klars neuestem Erguss betreffen und berühren uns nicht. Wer sich im Detail für den Unterschied zwischen Wahrheit und Dichtung interessiert, der findet hier Fakten zu Äußerungen über uns.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern für ihr Vertrauen, insbesondere jenen, die uns mit ihrer Unterschrift das Mandat erteilt hatten. Sie nicht zu enttäuschen, hat uns zu diesem Schritt bewogen. Gleichzeitig versprechen wir, die weitere Entwicklung nicht dem politischen Selbstlauf zu überlassen.

zur Pressemitteilung   

Apr 302014
 

und Arthur Schnitzler (östr. Schriftsteller 1862-1931) führt fort: „Keineswegs. Nur in der Tiefe.

Anlässlich des Jahrestages des In-KRAFT-tretens des absoluten Rauchverbotes bei Brauchtumsveranstaltungen, in Vereinsheimen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Festzelten, Gaststätten, Kneipen, u.v.a.m. in Nordrhein-Westfalen wurde das Aktionsbündnis »NRW genießt!« mit folgenden Worten charakterisiert: „Es fordert, wieder jedem Wirt selbst die Wahl zu lassen, ob bei ihm geraucht werden darf oder nicht.“
 
So zum Beispiel nachzulesen auf der Webseite des WDR.
Leider wurde auch der Beitrag mit meiner Äußerung derart geschnitten, dass dieser Eindruck entstehen könnte.

Das ist falsch!
Zu keinem Zeitpunkt hat das Aktionsbündnis »NRW genießt!« eine solche Forderung – und schon gar nicht in Verbindung mit dem Volksbegehren – erhoben!
Die Forderungen des Volksbegehrens finden Sie hier: www.Gegen-Bevormundung.de

Das ist irreführend.
Mit dem obigen Zitat wird der Eindruck erweckt, nach dem Erfolg des Volksbegehrens/Volksentscheids könne wieder überall geraucht werden.
Die Forderungen des Volksbegehrens bezogen auf die Gastronomie ermöglichen – außer der Raucherraumregelung – jedoch nur den getränkegeprägten Einraumgaststätten mit einer Gastfläche unter 75 m², wie es bis zum 30.04.2013 auch möglich war, selbst zu entscheiden. Um hierzu einmal die Größenordnung zu verdeutlichen, möchte ich aus einem anderen Bundesland den Fakt anführen, dass von über 12.000 gastronomischen Betriebsstätten lediglich 637 Kneipen davon Gebrauch machten. Das sind gerade mal 5 Prozent.

Zum zeitlichen Ablauf der Volksbegehrens erinnere ich an die Pressemitteilung vom 31.01.2014.

Adelheid Rippe
Stell. Vertrauensperson des Volksbegehrens
»Nichtrauchen-Rauchen-Wahlfreiheit (NRW)«

Jul 172013
 

Manipulation bei der EU-Abstimmung über die neuen Vorschriften für Tabakerzeugnisse?

Scharfe Kritik übt die Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer für das Ruhrgebiet an der Abstimmung über die neuen Vorschriften für Tabakerzeugnisse.

Auch bei der Regulierung der E-Zigaretten wird die Absurdität der  Beschlüsse deutlich.

Dr.Renate Sommer, MdEP:

Ich habe deshalb Einspruch gegen diese Abstimmung erhoben und eine Prüfung durch denGeschäftsordnungsausschuss des Europäischen Parlaments verlangt,                                                                                                                          so Dr. Renate Sommer, MdEP.

Schon die Abstimmung selbst war hoch problematisch.

Die Abstimmungsliste war manipuliert.

Lesen Sie hierzu den gesamten Bericht

 

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Jul 012013
 

Wir veranstalten diese Mahnwache anlässlich des »Tages der offenen Tür« der nordrhein-westfälischen Landtages. Sie und alle Besucher des Landtages sind herzlich eingeladen, sich an unserem Stand über unsere Forderungen und die des Volksbegehrens zu informieren.
In stündlichem Wechsel werden interessierte Bürger, Prominente und Politiker verschiedener Parteien sich in die Mahnwache einreihen und sie unterstützen. Im Anschluss daran stehen sie auch für Ihre Fragen bereit.
Eine Liste der Beteiligten wird kurz vor dem Wochenende hier auf der Webseite veröffentlicht. Es sind noch einzelne Zeiten frei. Interessenten können sich noch Anzeige verborgen; JavaScript erforderlich. anmelden.

Mahnwache vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf

Jun 262013
 

Offener Brief einer Medizinerin aus Düsseldorf-Flingern an Martin-Sebastian Abel (MdL NRW)

Wieder erreicht uns ein Offener Brief mit der Bitte um Veröffentlichung. Die Rede Herrn Abels finden Sie hier ab Minute 26:48.

Offener Brief

An Martin-Sebastian Abel Abgeordneter der Grünen im Landtag NRW

von Dr. med. Monika Müller-Klar aus Düsseldorf-Flingern 25. Juni 2013

Sehr geehrter Herr Abel,

ich habe mir die Debatte am 21.6. über den sogenannten Nichtraucherschutz tatsächlich angetan. Es ist mehr als peinlich, dass ausgerechnet Sie als Grüner zunächst auf die sogenannten Auswüchse in dieser Demonstration eingehen, deutlich mit dem Ziel diese zu verunglimpen. Sie sind noch jung, aber doch sicher vertraut mit der Rolle der Grünen (damals, als sie noch eine Protestpartei war oder doch zumindest so tat!). Auf wie vielen Demonstrationen waren die Grünen anwesend, bei denen auch einzelne Menschen jegliche Art von Auswüchsen gezeigt haben, wie Vermum­mung, Provokationen, Steine werfen (sogar Ihr ehemaliger Vorsitzender Joschka Fischer), von denen die Grünen sich jeweils distanziert haben und meinten, dass das Ziel der Demonstration dadurch nicht in Zweifel zu ziehen sei und es innerhalb einer solchen Protestkundgebung nicht möglich sei, Jede und Jeden unter Kontrolle zu halten. Unsere Bewegung bemüht sich intensiv die Rechten herauszuhalten. Dies ist den Grünen in ihrer Parteigeschichte häufig nicht gelungen. Viel­leicht lesen sie da einfach mal in Ihrer eigenen Parteigeschichte nach? Es ist unredlich, die Ziele dieser Demonstration mit der Entgleisung Einzelner zu verunglimpfen. Aber vielleicht zeigt das nur Ihre mangelnde Argumentationmöglichkeit oder Ihre Hilflosigkeit. Oder vielleicht lügen Sie ein­fach?

Sie erklären weiter, dass das Rauchen und auch das Passivrauchen das höchste vermeidbare Ge­sundheitsrisiko sei. Nun sollten Sie zunächst einmal zwischen dem Aktiv- und dem Passivrauchen unterscheiden. Zunächst zum Rauchen: Dies ist sicherlich nicht gesund, aber mitnichten das höchste vermeidbare Gesundheitsrisiko, wie Sie sehr wohl wissen sollten. Die Hauptkrankheits- und Sterbeursache in Deutschland sind die HerzKreislauf-Erkrankungen. Die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes. Die häu­figsten Krankschreibungen sind auf Probleme des Skelettsystems zurückzuführen. Danach kommt in der Statistik die Zunahme an Krebserkrankungen. Hier stehen aber an erster Stelle Mamma- und Prostata und Darm-Ca. An 4. Stelle in der Krebsstatistik steht das Lungen-Ca, welches in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, obwohl im gleichen Zeitraum immer weniger Menschen rauchen. Erwähnt sei auch noch, dass laut einer Studie der Krankenkassen Kellner und Kellnerinnen sogar sehr viel seltener an Lungenkrebs erkranken, als z.B. Köche. Seltsam, oder? Soll da vielleicht von der zunehmenden Verschmutzung unserer Atemluft abgelenkt werden? Diese Zahlen können sie alle einfach nachlesen. Haben Sie das versäumt? Oder lügen Sie einfach?

Dazu ist es geradzu lachhaft, dass eine Partei, die dafür mitverantwortlich ist, dass Atom- und Kohlekraftwerke weiter am Netz sind, der Schadstoffausstoss von Kfz in Relation zur Größe des Autos berechnet werden (wobei heute die SUVs die Straße bevölkern), wo in der Nahrung Farbstoffe, Kon­servierungsstoffe, sogenannte naturidentische Aromastoffe erlaubt sind, wo in der Nah­rungs­mittelindustrie die Anwendung von Antibiotika und Anabolika gang und gebe ist, wo die Anwen­dung von Pestiziden und Injektiziden beim Anbau von Obst und Gemüse erlaubt sind, wo dieselben noch ca. 15 % der ursprünglichen Vitamine enthalten. Für all dies stehen auch die Grünen, die nun den Raucher und die Raucherin als die Feinde schlechthin ausgemacht haben. Wir haben eine Zu­nah­me an Lungen- und Bronchialerkrankungen? Stimmt! Seltsam, wo doch in den 30/­40/­50/­60/­70er Jahren viel mehr Menschen geraucht haben. Wo kommen die denn her? Vielleicht durch die Umweltverschmutzung, die Zunahme der Feinstäube und des CO2-Ausstosses? Für die auch Sie Verantwortung tragen? Entweder Sie haben die entsprechenden Studien nicht gelesen (was in Ihrer Funktion bedauerlich wäre!). Oder Sie lügen einfach?

Nun zum Passivrauchen: Auch Sie sprechen von den immer wieder erwähnten 3.300 Toten/Jahr durch Passivrauch. Das haben Sie wohl irgendwo abgelesen. Wie bitte wollen Sie dies verifizieren? Es gibt nicht eine einzige Studie hierüber, die Bestand hat! Wie denn auch! Sie müssten ja Men­schen in einen völlig schadstofffreien Raum sprerren, sie absolut schadstofffrei ernähren (wobei Sie immer noch nicht die genetische Disposition ausschalten könnten!) und sie dann mit Zigaret­tenrauch bedampfen, um eine solche Studie durchführen zu können. Nicht nur dies ist unmöglich, auch wenn z.B. die von der Pharmaindustrie gesponserte Deutsche Krebsgesellschaft das uner­müd­lich wiederholt, sind doch diese Studien nicht haltbar. Es werden genau 3.241 angebliche Todesfälle durch Passivrauchen genannt. Hiervon sind 1.094 über 85, 1014 zwischen 75 und 84, 706 zwischen 65 – 74 Jahre alt! Anders ausgedrückt, weil es so schön ist: Auf 100 00 Einwohner liegen die Todesfälle, die angeblich durch Passivrauchen ausgelöst sind, mit 86,74 % bei der weib­lichen Bevölkerung über 85 Jahren, 23,20 % sind es im Alter zwischen 75 und 84 Jahren. Meinen Sie nicht, die wären in diesem Alter unter Umständen sowieso gestorben? Auch die unermüdliche Aufzählung der Giftstoffe, die durch das Verbrennen einer Zigarette frei werden, einschließlich der Stoffe, die im Verdacht sehen krebserregend zu sein, führt hier nicht weiter. Durch die Verbren­nung einer Zigarette entstehen 4800 Substanzen. Bei über 70 dieser Substanzen ist nachgewiesen, dass sie krebserregend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen (was nun? Krebserregend und im Verdacht stehend?). Haben Sie einmal nachgelesen, wieviel Verbrennungsstoffe frei gesetzt werden durch HolzKohle-Öfen, brennende Kerzen, Braten, Grillen, Anzünden eines Kamins oder Autoabgase? Aber vielleicht wollen Sie das ja demnächst auch alles verbieten? Wieviel Giftstoffe ein Bürger oder eine Bürgerin z.B. auf der Corneliusstraße in Düsseldorf einatmet? Wieviel Gift­stoffe z.B. durch die Weichmacher in Plastik auf den Menschen übergehen? Haben Sie das nicht gelesen? Oder lügen Sie einfach?

Wie bereits erwähnt, ist es auch eindeutig widerlegt, dass Kellner und Kellnerinnen stärker unter Lungen- und Bronchialerkrankungen leiden oder daran sterben. Hier sind Köche und Bäcker, aber auch Maler, Lackierer, Chemiefacharbeiter und Bergleute deutlich stärker betroffen. Aber nicht nur das, diese Kellner und Kellnerinnen, die Studenten und Studentinnen, die kleinen Selbständigen, die sie aufzählen, werden demnächst gar keinen Job mehr haben bzw. ihre kleine Existenz aufge­ben und Hartz IV beziehen dürfen. Eine wirklich gute Alternative. Haben Sie das alles ebenfalls nicht gelesen oder bedacht? Haben Sie die Studien gelesen, wie rein die Luft durch Abzugsanlagen sein kann? Oder lügen Sie einfach?

Es ist auch unrichtig, dass durch ein Rauchverbot weniger Menschen rauchen, z.B. in Norwegen ist die Anzahl gleich geblieben, in Irland sogar angestiegen.

Und wenn es noch so oft wiederholt wird, es es ebenfalls unrichtig, dass dies keine negativen Aus­wirkungen auf die Gasronomie gehabt hätte. Sowohl in England wie auch in Irland und Schottland mussten in den ersten vier Jahren nach dem Rauchverbot ca. 25 % der Pubs schießen, alleine im Großraum Paris wurden über 2000 Bistros aufgegeben, auf den Kanarischen Inseln 354 Lokale geschlossen, in Madrid sogar 700. In Belgien sind seit Einführung des Rauchverbotes am 1.7.2011 bisher bereits 2000 Lokale pleite gegangen. Haben Sie sich da nicht richtig informiert? Oder lügen Sie einfach?

Dagegen steht das „kleine“ Problem für eine Zigarette vor die Tür zu gehen. Sie denken vielleicht an Menschen, die alle vier Stunden mal eine Zigarette rauchen. Was ist mit denen, die vier Ziga­retten in einer Stunde rauchen? Die stehen ununterbrochen vor der Tür. Die Rauchersterblichkeit nimmt nun nicht aufgrund des Rauchens zu, sondern durch die Lungenentzündung, die sie sich bei dem hiesigen Wetter vor der Tür holen. Haben Sie bedacht, dass Menschen, die seit Jahren in die Kneipe gehen, um dort Fußball zu schauen, Skat zu spielen oder ihre sozialen Kontakte zu pflegen, bei dem hiesigen Wetter nicht ununterbrochen vor der Tür stehen können und wollen? Gerade dann fällt ein Tor, der Skat braucht drei Spieler, das Gespräch wird unterbrochen. Und nicht zu vergessen, die nachbarlichen Anwohner und Anwohnerinnen, die dieses „draußen Stehen“ als Belästigung empfinden und das Ordnungsamt rufen. Davon haben Sie noch nichts gehört? Oder lügen Sie einfach?

Es ist unerträglich, dass immer wieder herangeführt wird, dass in Bayern nach Einführung des so­genannten Nichtraucherschutzgesetzes angeblich die Umsätze gestiegen sein sollen. Haben Sie denn nicht zur Kenntnis genommen, dass kurz vor Einführung dieses Gesetzes die Meldepflicht in der Gastronomie nur noch für Einkommen über € 150.000,– geregelt wurde? Betroffen sind von dieser Regelung aber vorwiegend die gestronomischen Betriebe, die von einem solchen Einkom­men nur träumen können. Wußten Sie das nicht? Haben Sie ebenfalls noch nicht bemerkt, dass die Kultur der sogenannten Eckkneipen besonders im Rheinland und im Ruhrgebiet ausgeprägt ist, viel mehr als in allen anderen Bundesländern? Oder lügen Sie einfach?

Sie wohnen in Düsseldorf-Flingern wie auch ich. Sie behaupten, Sie könnten dort keine negativen Auswirkungen bei den Kneipen feststellen. Ich behaupte, Sie sind noch nie in einer Kneipe in Düsseldorf-Flingern gewesen! Sie waren noch nie im Cranach-Eck, im Birken-Eck, im Linden-Eck, im Fortuna-Eck, im Musik-Cafe, im Art-Cafe, im Golden Fass oder ähnlichen Kneipen. Sonst würden Sie solche unverschämten Behauptungen nicht aufstellen. Gehen Sie dorthin und sprechen Sie mit den Wirten und Wirtinnen! Sie haben auch nicht gelesen, obwohl es in jeder Zeitung stand, dass die „Waschbütt“ bereits wegen des Rauchverbots aufgegeben hat. Die Deger-Stuben, die ebenfalls bereits schließen mussten, haben Sie wohl noch nie zur Kenntnis genommen. Das ist sicher unter Ihrem Niveau. In diesen und ähnlichen Kneipen haben sich Menschen getroffen, um gemeinsam Fußball zu gucken, hier hatten sie ihre soziale Heimat, ihren Sparverein, ihre Freunde. Und gehen Sie einmal herum und befragen die Leute: 85 – 90 % der Gäste haben hier geraucht! Hier stehen Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel, aber auch die soziale Heimat vieler Menschen. Dies alles wissen Sie nicht? Oder lügen Sie einfach?

Die Grünen sind einmal vor vielen Jahren angetreten als Protestpartei, als Partei für Demokratie und Freiheit, als Gegenpol zum Establishment, nun ist sie eine angepasste Partei, die jeden Schmutz mitträgt, aber darüber hinaus als Verbotspartei, als Partei die die Freiheit und Selbst­bestimmung der Menschen, wo immer nur möglich, einschränken will. Was kommt als Nächstes? Verbot, die Achselhaare zu rasieren, Alkohol zu trinken, Auto zu fahren, überhaupt in Kneipen zu gehen? Ihnen wird schon was einfallen. Fakt ist, für keinen freiheitsliebenden, demokratisch denkenden Menschen ist diese Parei wählbar. Ich hoffe sehr, Sie bekommen bei den nächsten Wahlen die Quittung auch dafür.

Und Sie sollten besser beim Tierschutz bleiben. Vielleicht sind Sie da besser.

Dr. med. Monika Müller-Klar

Jun 072013
 
Pressemitteilung vom 07. Juni 2013
Das Aktionsbündnis »NRW genießt!« gibt mit der nebenstehende Pressemitteilung bekannt, dass das Sammeln von Unterstützungsunterschriften für ein Volksbegehren beginnt.

Es trägt den Namen
„Nichtrauchen – Rauchen – Wahlfreiheit“ (NRW).

Dieses Volksbegehren hat das Ziel, das totale Rauchverbot in der nordrhein-westfälischen Gastronomie, in Vereinsheimen und Festzelten durch die Aufhebung des letzten Änderungsgesetzes, das zum 1. Mai 2013 in Kraft trat, wieder rückgängig zu machen.
…mehr

Mai 012013
 

Heute morgen hat sich Fraktionsvorsitzender  Reiner Priggen, Grüne Fraktion NRW, in einer Sendung den Fragen von Bürgern zu den Totalen Rauchverboten in NRW gestellt.

Es wurden viele brandaktuelle Punkte angesprochen. Auf das Thema Dampfen (E-Zigarette) ist Reiner Priggen sehr klar und deutlich eingegangen.

Es lohnt sich, hier zuzuhören. Positive wie auch negative Meinungen sind zu hören. Herr Priggen vertritt in seinen Antworten gänzlich die Totalen Rauchverboten.

Die Verbotspartei lässt grüssen!

Zum Nachhören:  Fraktionsvorsitzender Reiner Priggen heute Morgen im Tagesgespräch bei WDR 5 zum Nichtraucherschutz.

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